Maximal tolerierbarer Ausfallzeitraum (MTPD)

Der maximal tolerierbare Ausfallzeitraum (MTPD) ist die Zeitspanne, nach der die Unterbrechung eines Geschäftsprozesses inakzeptable oder existenzbedrohende Folgen für die Organisation hat.

Die MTPD (Maximum Tolerable Period of Disruption, teils auch MAO für Maximum Acceptable Outage) beantwortet die härteste Frage im Business Continuity Management: Ab wann ist ein Ausfall nicht mehr verkraftbar?

Anders als das RTO ist die MTPD kein Wiederanlaufziel, sondern eine absolute Schmerzgrenze. Sie ergibt sich aus der Business Impact Analysis (BIA): Dort bewertest du je Dimension, etwa finanzieller Schaden, rechtliche Folgen oder Reputationsverlust, wie stark ein Ausfall über die Zeit wirkt. Der Zeitpunkt, an dem der Schaden eine definierte Intoleranzschwelle überschreitet, markiert die MTPD.

Daraus folgt die zentrale Regel der Notfallplanung: Das RTO muss immer kleiner sein als die MTPD. Der Prozess muss also wieder laufen, bevor der Schaden inakzeptabel wird. Standards wie ISO 22301 setzen diese Ableitung voraus, und Regulierungen wie DORA und NIS2 verlangen, dass kritische Funktionen entsprechende Zeitvorgaben nachweisbar definieren.

In Kopexa leitest du die MTPD nicht per Bauchgefühl her, sondern direkt aus der Schadensmatrix der BIA. Du bewertest die Auswirkungen je Zeitfenster, Kopexa ermittelt daraus die MTPD und zeigt dir im Auswirkungs-Verlauf, ob deine Wiederanlaufzeiten dazu passen.