Die Schutzbedarfsfeststellung ist der Schritt im BSI IT-Grundschutz, in dem der Schutzbedarf von Zielobjekten ermittelt wird. Sie nutzt das Maximumprinzip sowie Kumulations- und Verteilungseffekt, um den Schutzbedarf entlang von Anwendungen, Systemen und Räumen abzuleiten.
Die Schutzbedarfsfeststellung ist der feststehende Begriff aus dem BSI IT-Grundschutz für den Arbeitsschritt, in dem der Schutzbedarf der Zielobjekte ermittelt wird. Inhaltlich ist sie weitgehend deckungsgleich mit der allgemeineren [Schutzbedarfsanalyse], nur stärker an die Methodik des Grundschutz-Kompendiums gebunden.
Die Feststellung läuft in einer festen Reihenfolge entlang der Schichten ab:
Damit aus den Einzelwerten ein konsistentes Bild entsteht, kennt das BSI drei Regeln:
Das BSI arbeitet mit drei Stufen: normal, hoch und sehr hoch. Jede Stufe ist über die möglichen Schadensauswirkungen definiert, von begrenzt bis existenziell bedrohlich.
Eine Schutzbedarfsfeststellung ist nur so gut, wie sie aktuell gehalten wird. Sobald ein neuer Informationswert dazukommt, muss die Kette nachgezogen werden. In Kopexa passiert das automatisch: CIA-Werte werden nach dem Maximumprinzip entlang der Asset-Kette vererbt, ein manuelles Unterschreiten der geerbten Werte ist nicht möglich, und Verantwortliche werden benachrichtigt, sobald sich durch Vererbung irgendwo der Schutzbedarf erhöht.